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Einzigartiger Löschroboter in Österreich

Die Austrian Power Grid AG (APG) – sie betreibt das Umspannwerk in Obersielach – stattete am Dienstag die Stadtfeuerwehr Völkermarkt mit einem österreichweit einzigartigen Löschroboter im Wert von rund ss220.000 Euro aus. Die APG beschäftigt 450 Mitarbeiter und betreibt 63 Umspannwerke. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf 619 Millionen Euro.

Neues Sicherheitskonzept
Das Löschgerät ist Teil eines neuen Sicherheitskonzeptes, das im Zuge der Anschaffung des neuen 380/220-kV-Transformators mit der Feuerwehr und APG-Projektleiter Wolfgang Ranninger entwickelt wurde und das für eine rasche und dauerhafte Kühlung des Großtransformators, der mit etwa 70 Tonnen Öl befüllt ist, sorgen soll. „Mit dem Löschroboter investiert die APG auch in die Sicherheit in die Region“, sagt Ranninger.

Sollte im Umspannwerk künftig ein Großbrand eintreten, sorgen Überwachungskameras und Feuermelder dafür, dass die Feuerwehr sofort alarmiert wird. Gleichzeitig werden mit dem Alarm auch die zwölf beim Transformator angebrachten Wasserwerfer aktiviert. Sobald die Feuerwehr dann am Einsatzort eintrifft, kommt der Roboter, der neben Wasser auch Schaum versprühen kann, zum Einsatz.

„Bei einem Großband in einem Umspannwerk stehen wir vor physischen und psychischen Herausforderungen. Durch die Fernsteuerung des Löschroboters muss niemand in die Gefahrenzone hinein. Damit können wir sicher und ohne APG-Unterstützung innerhalb der Anlage löschen“, sagt der Kommandant der Stadtfeuerwehr, Rahman Ikanovic. Vor allem nachts würde die Feuerwehr bei unbesetztem Werk wertvolle Zeit gewinnen. „Normalerweise ist das Betreten der Anlage ohne Beisein eines APG-Mitarbeiters aus Sicherheitsgründen strengstens verboten. Die Feuerwehr darf aber selbstständig zur Anlage fahren“, sagt Ranninger.

Seinen ersten „Auftritt“ hatte der bis zu 8 km/h schnelle Roboter am Dienstag, bei dem der Ernstfall geprobt wurde. Übungsannahme war ein Brand des Transformators, mit dessen Leistung sich fast ganz Kärnten mit Strom versorgen ließe.

„Das Zusammenspiel muss regelmäßig geübt werden. Es ist von Vorteil, wenn man die Bedingungen vor Ort schon kennt. Denn es ist nicht leicht in solch einem Bereich operativ zu agieren“, sagt Ikanovic. Damit jeder Handgriff sitzt, wurden 15 Kameraden der Stadtfeuerwehr auf das Gerät eingeschult. „Es ist wichtig, dass keiner von den Kameraden, die freiwillig im Einsatz sind, verletzt werden. Aber auch der Schutz der Anlage und der Bevölkerung sowie die Vermeidung eines Blackouts haben oberste Priorität“, sagt Ikanovic.

Künftig kann der Löschroboter auch andernorts, wie beispielsweise bei Tunnelbränden, von der Feuerwehr eingesetzt werden. „Auch bei Bränden im Industrie- und Gewerbegebiet wäre der Roboter eine große Hilfe“, so Ikanovic.

Text: KleineZeitung, Fotos: KleineZeitung, Feuerwehr Völkermarkt

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