Die Freiwillige Feuerwehr Völkermarkt im Jubiläumsjahr 1993

Feuerwehr 1993

 

 

 

 

 

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Völkermarkt
DAMEJ Josef, RASSE Siegfried, EBERLE Ernst, ROGY Max sen., GRASSER Erich, ROGY Max jun., HOFSTÄTTER Hans, SATTLER Franz, Dr. HOISL Wolfgang, SALITERNIG Josef, ILLITSCH Ewald, SANTER Dieter, ILLITSCH Wolfgang, SANTER Gerhard, JAMER Karl, SANTER Koloman, JANDL Günther, Dr. SCHEICHER Harald, JESSERNIG Roland, SETSCHNJAK Richard, KARNER Josef, SKOFITSCH Franz, KAUFMANN Robert, SKOFITSCH Peter, KORAK Erich, SKOFLER Helmut, KRAPESCH Richard, SKOFLER Walter, KRUSCHITZ Werner, SPITZER Erich, KULTERER Karl, STANTA Wolfgang, KUMMER Christopher, STRASSNIG Josef, KUMMER Jakob, TRIEBNIG Elmar, KUMMER Winfried, TRIEBNIG Heinz, LASSNIG Friedrich, TRIEBNIG Josef, LEPPELT Mario, ULRICH Gabriel, MESCHNARK Alois, URBAS Andreas, NIEMIEZ Karl, WAGNER Patrick, PATERNOSS Josef, WASTE Matthias, PETELN Hans-Peter, WERKL Erwin, PETIK Gotthard, WRIESSNIG Kurt, Dr.PURI Hans, ZECHNER Oswald, Dr. ZERGOI Heinrich

Die Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr Völkermarkt

Funktionäre 1993

 

 

 

 

 


Kommandant:
Ernst Eberle
Kommandant-Stellvertreter: Josef Saliternig
Zugskommandanten: Hans-Peter Peteln, Josef Paternoss, Franz Skofitsch, Robert Kaufmann
Kameradschaftsführer: Franz Sattler
Kameradschaftsführer-Stv.: Erich Spitzer
Schriftführer: Jakob Kummer
Kassier: Hans Peteln
Maschinenmeister: Friedrich Lassnig
Gerätewart: Walter Skofler
Gruppenkommandant: Max Rogy jun., Walter Skofler, Johann Hofstätter, Heinz Triebnig, Josef Damej, Alois Meschnark, Erich Korak, Franz Sattler, Erich Spitzer, Friedrich Lassnig
Sanitäter: Peter Skofitsch
Feuerwehrkurat: Josef Damej

Die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Völkermarkt im Jubiläumsjahr 1993

Fahrzeuge 1993

 

 

 

Bildunterschrift v.l.n.r.: Löschfahrzeug 8 Mercedes (Bj. 1942), Unfallhilfefahrzeug Mercedes, Einsatzboot, Gefährliche Stoffe Fahrzeug Mercedes, Drehleiter Magirus-IVECO, schweres Rüstfahrzeug mit Kran Steyr, Tanklöschfahrzeug 4000 Mercedes, Tanklöschfahrzeug 5000 Steyr, Löschfahrzeug 1 Opel Blitz, Tanklöschfahrzeug 1000 Opel Blitz, Atemschutzfahrzeug mit Kompressor Mercedes, Mannschaftstransportwagen Mercedes, Kommandofahrzeug Puch G

Die Feuerwehrkommandanten (früher Feuerwehrhauptmänner) der Feuerwehr Völkermarkt ab dem Gründungsjahr 1868

1868 – 1872 Ludwig Thaller
1873 – 1879 Johann Zechner
1880 – 1896 Ludwig Thaller
1897 – 1899 Philipp Redl
1900 – 1901 Karl Paternoss
1901 – 1903 Philipp Redl
1903 – 1904 Hans Greiner
1904 – 1911 Hans Benke
1912 – 1921 Philipp Redl
1922 – 1933 Franz Maiditsch
1934 – 1939 Hans Rogy
1939 – 1941 Markus Kummer
1941 – 1945 Alois Meschnark
1945 – 1955 Markus Kummer
1956 – 1972 Hans Miklau
1973 – 1985 Franz Sornig
1985 – 1991 Winfried Kummer
ab 1991 Ernst Eberle

Wir gedenken unserer im 1. Weltkrieg, im Kärntner Abwehrkampf und im 2. Weltkrieg gefallenen Kameraden

Anton Atzwanger, Lukas Wernitznig, Wilhelm Kolloros, Alfred Knöttner, Karl Magnet, Hans Miklau, Georg Stindl, Hubert Wohlgemuth

125 Jahre Feuerwehr in Völkermarkt – Ein kurzer geschichtlicher Rückblick auf der Basis der Chronik der Feuerwehr Völkermarkt

Einer Rückschau, die nahezu 13 Jahrzehnte überblicken soll, bieten sich naturgemäß eine Fülle von Ereignissen an, es wird daher dem Verfasser schwer gemacht, eine gerechte Auswahl zu treffen. Es kann somit nur versucht werden, auf der Basis der von der Feuerwehr Völkermarkt nach Tätigkeitsbüchern geführten Chronik einen Auszug über die für die Feuerwehr Völkermarkt interessantesten Ereignisse zu erarbeiten.

Nach der Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr in Klagenfurt fand die Idee zur Errichtung einer Feuerwehr in Völkermarkt, also in einer Stadt, die durch mehrmalige Großbrände schwer in Mitleidenschaft gezogen worden war,  reichen Zuspruch.

Am 29. August 1868 wurden durch Josef Pinteritsch und Franz Mettinger die ersten diesbezüglichen Anträge an die Stadt Völkermarkt gestellt. In der Folge kam es zu zahlreichen Anmeldungen von Mitgliedern, sodass am 26.09.1868 die erste Hauptversammlung durchgeführt werden konnte. Bei dieser Hauptversammlung nahmen von 93 angemeldeten Mitgliedern 61 Mitglieder teil. Diese Versammlung wählte Herr Ludwig Thaller zum Hauptmann und Herrn Josef Pinteritsch zu dessen Stellvertreter. Die anwesenden Mitglieder wurden per Gelöbnis und Handschlag in die Hand des ersten Feuerwehrhauptmannes angelobt. Bereits bei dieser 1. Angelobung konnte ein Mitglied der Völkermarkter Familie Paternoss für die Feuerwehr gewonnen werden. Bis in das Jubiläumsjahr 1993 war immer ein Mitglied dieser Familie als Feuerwehrmann bei der Feuerwehr Völkermarkt tätig.

Bei der 1. Hauptversammlung wurde bereits eine Satzung für die Feuerwehr beschlossen, die am 9. Oktober des Gründungsjahres von der Kärntner Landesregierung genehmigt wurde. Nach der Klärung von Organisationsfragen in den Kameradschaftssitzungen ging man daran, für eine entsprechende Ausrüstung der Feuerwehr zu sorgen.

Bereits zur damaligen Zeit wurde im Zusammenhang mit der Beschaffung von notwendigen Geldmitteln an eine Sammlung und an die Veranstaltung eines Balles mit Tombola gedacht.

Einladung zum Ball

 

 

 

 

 

Nachdem auch der Gemeinderat im September 1869 die Anschaffung einer Metz-Spritze beschlossen hatte, konnte diese Spritze bestellt und am 02.08.1870 samt 150 m Druckschläuchen vom Gründungsvater der Feuerwehr in Kärnten Ferdinand Jergitsch an die Feuerwehr Völkermarkt übergeben werden. Der Chronist vermerkt in diesem Zusammenhang, dass der Sammlungserlös für die Spritze einen Betrag von 218 Gulden und 43 Kronen betragen hat.

Den Aufzeichnungen kann entnommen werden, dass die Feuerwehr Völkermarkt am 15.08.1870 am Gründungsfest der Feuerwehr Wolfsberg teilgenommen hat.

Im Jahre 1871 konnte die Wehr bereits auf 103 aktive Mitglieder zählen. Die Feuerlöschgeräte wurden zum damaligen Zeitpunkt von der Gemeinde übernommen und da kein Rüsthaus vorhanden war, in der ganzen Stadt verstreut untergebracht. Es war geplant, ein Rüsthaus mit Standort Postplatz zu errichten. Die Angelobung von neuen eintretenden Mitgliedern wurde ab dem damaligen Zeitpunkt im Beisein des Bürgermeisters durchgeführt. Erwähnenswert erscheint es weiters, dass 1871 eine Feuerwehrmusik mit einem Mitgliederstand von 16 Mann unter Obmann Roscher und Kapellmeister Stöckl gegründet werden konnte.

Anlässlich des 15-jährigen Bestandsjubiläums (siehe Einladung) wurde der Feuerwehrbezirksverband gegründet, dessen Obmann Herr Thaller und dessen Obmann-Stellvertreter Herr Zechner aus Völkermarkt wurden.

15 jähriges Bestehen Aufnahmskarte

 

 

 

 

 

 

Ein Inventarverzeichnis aus dem Jahre 1898 vom 23.10.1898 berichtet, dass zum damaligen Zeitpunkt folgende Ausrüstung vorhanden war: Eine Hydrophor, eine Spritze der Fa. Metz, eine Fahrspritze, eine kleine Handspritze sowie zwei Schlauchwagen. Die Hydrophorspritze wurde von der Feuerwehr Völkermarkt von mehreren Jahren liebevoll restauriert und kann in der Eingangshalle zum Geschäft Forstinger in Völkermarkt besichtigt werden. Die nicht gerade üppige Ausrüstung wurde am 05.07.1899 durch die Anschaffung einer Magirusleiter um 900 Gulden ergänzt, wozu die Sparkasse lt. Chronik einen Betrag von 100 Gulden beisteuerte.

Der Chronik ist nicht zu entnehmen, wann genau die Gerätschaften der Feuerwehr in der alten Kaserne, d.h. dem derzeitigen Rüsthaus untergebraucht wurden.

alte Kaserne

 

 

 

 

 

 

Damals wie heute hatte die Feuerwehr den berechtigten Wunsch auf laufende Ergänzung und Erneuerung ihrer Ausrüstung. So kann man nachlesen, dass am 06.01.1909 über die Anschaffung einer Dampfspritze  verhandelt und eine 10-m-Leiter bestellt wurde. Am 20.04. desselben Jahres wurde von der Kameradschaft die Anschaffung eines Kummer’schen Schlauchwaschapparates beschlossen. Dieser wurde vom Völkermarkter Spenglermeister Markus Kummer sen. erfunden und auch zum Patent angemeldet. Schlauchwaschapparate nach diesem Prinzip stehen auch heute noch in Verwendung.

Der 1. Weltkrieg forderte auch unter den Mitgliedern der Feuerwehr Völkermarkt  seine Opfer, von den 36 eingerückten Feuerwehrmännern kamen Anton Atzwanger, Wilhelm Kolloros, Karl Magnet und Georg Stindl nicht mehr heim.

Das Jahr 1918 brachte bekanntlich für unsere Stadt Völkermarkt kein Ende der schrecklichen Ereignisse. Die Männer der Feuerwehren waren während des Kärntner Abwehrkampfes steht’s bemüht, beim Beschuss der Stadt mit Granaten die in Brand geratenen Objekte zu löschen und somit die gesamte Stadt vor einer Feuersbrunst zu bewahren.

Ehrend seien hier Alois Hofer und Georg Kramer zu erwähnen, die sich lt. Chronik bei diesen Bränden besonders hervorgetan haben.

Nach der zweiten Besetzung der Stadt wurde die Feuerwehr unter jugoslawische Zwangsverwaltung gestellt, aber auch diese Notzeit ging am 10. Oktober 1920 zu Ende.

Das Jahr 1921 brachte der Feuerwehr Völkermarkt wohl den größten Fortschritt ihres bisherigen Bestandes. Hauptsächlich über dauerndes Ersuchen des Hauptmann-Stellvertreters Hans Rogy wurde nach mehrmaligen Beratungen am 28.09.1921 ein eigener Motorspritzenausschuss gegründet, der sich tatkräftig für diese Idee eingesetzt hat. Die ersten notwendigen Geldmittel konnten durch ein Best-Kegelscheiben aufgebracht werden. Seitens der Feuerwehr wurde in der Folge ein Auto angeschafft und eine Pumpe beim Bergamt ersteigert. Diese Pumpe wurde von der Völkermarkter Firma Niemiez mit fachkundiger Beratung des Motorspritzenausschusses in den Wagen so eingebaut, dass sie mit dem Getriebe des Fahrzeuges praktisch verbunden war. Ein derartiges Fahrzeug war nach dem damaligen technischen Standard sehr fortschrittlich.

Nach der Ausgabe von Stifter- und Fördererbriefen wurde dieses Fahrzeug ausfinanziert und am 10.09.1922 unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht.

neue Kraftspritze

 

 

 

 

 

 

Die Mitglieder der FF Völkermarkt im Jahre 1923 v.l.n.r.

Feuerwehr Mitlgieder 1923

 

 

 

 

 

 

 

Vorne: Wernig, Wohlgemuth, Smertnig
1. R
eihe: Spendal, Vaupetitsch, Peternoss, Krammer, Haid, Redl, Maiditsch, Wiegele, Hoder, Wenger, Kosar
2. Reihe: Ruprecht, Haimburger, Spendal, Sparouz, Kosamurnig, Kummer, Hobel, Tschebull, Kabon, Hackl, Paternoss, Vaupetitsch, Luyderer, Zmuegg, Krassnig,Pittermann
3. Reihe: Priednig, Lippnig, Kowatsch, Hofer, Buchbauer, Hadamovsky, Sornig, Kummer, Sammer, Medwed, Verhounig, Meschnark, Abschner, Piuk
4. Reihe: Cehulitsch, Eberle, Tomasch, Reinhard, Wohlgemuth, Grasser, Hanschitz, Riepl, Vaupetitsch, Hirm
5. Reihe: Stanta, Medwed, Hanschitz, Krammer, Hasse, Form, Sager, Strauß, Etzenlsdorfer

Nachdem in der Kameradschaftssitzung am 27. Mai 1922 eine Rettungsabteilung der Feuerwehr gebildet wurde, der Herr Dr. Fritz Nagele künftig vorstehen sollte, wurde am 03.07.1925 das erste Rettungsauto der Feuerwehr Völkermarkt in den Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug hatte lt. den Aufzeichnungen am 03.03.1927 mit der Besatzung Pittermann, Smertnig und Mikl seine 100. Ausfahrt. Die 1000. Ausfahrt fand am 27.12.1936 statt.

Rettungsfahrzeug der Feuerwehr Völkermarkt

Rettungsfahrzeug

 

 

 

 

 

 

 

Zum Jahre 1928 ist neben anderen Ereignissen vermerkt, dass am 03.06.1928 eine neue Kraftspritze in den Dienst gestellt wurde, welche bereits mit gummierten Schläuchen ausgestattet war. Die Mittel wurden wie immer durch eine Veranstaltung, nämlich eine große Tombola auf der Bürgerlust aufgebracht. Weiters wurde im Jahr 1928 in der Stadt erstmals eine Alarmglockenanlage über Stromleitungen zwecks Alarmierung der Feuerwehrleute errichtet.

Im Jahre 1933 erscheint erwähnenswert, dass nach Umbau des alten Rüsthauses der Feuerwehr Völkermarkt neue, größere Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden.

Das Jahr 1936 brachte auch das Ende der Turmwächterei für Völkermarkt. Der letzte Turmwächter der Stadt Völkermarkt war Josef Elsenbaumer.

Im Jahre 1938 blieb auch die Feuerwehr Völkermarkt von den geänderten Verhältnissen nicht verschont, die Freiwillige Feuerwehr wurde aufgelöst und gleichzeitig in die sogenannte Feuerlöschpolizei übergeführt. Während die Freiwilligen Feuerwehren bis dato Vereinscharakter hatten, waren sie als Feuerlöschpolizei der Gemeinde und dem Bürgermeister unterstellt. Auch wurde die Organisation innerhalb der Feuerwehr geändert, da die Steiger,- Schlauch,- und Schutzrotten abgeschafft und dafür die Löschgruppen eingeführt wurden. Diese Änderung war sehr bedeutend, hat sich aber in der Folge bis heute bewährt.

Nach der Bestellung des bisherigen Feuerwehrhauptmannes Hans Rogy zum Kreisfeuerwehrführer folgte ihm am 30.10.1939 Markus Kummer als Kommandant.

Nach Ausbruch der Krieges im Jahre 1939 wurden den Feuerwehren zusätzliche Aufgaben, vor allem auf dem Gebiet des Luftschutzdienstes, zugeteilt. Aus den Reihen der Feuerwehr rückten 10 Männer zum Wehrdienst ein und wurden erst später durch Notdienstverpflichtete usw. ersetzt.

Im Verlauf des Krieges erhielt die Wehr der Stadt 2 neue Löschfahrzeuge, nämlich das LF 8 (1942) und das LF 15 (1944), beide vom TYP Mercedes Benz. Das LF 8 wurde von der Feuerwehr Völkermarkt liebevoll restauriert und kann zu besonderen Anlässen besichtig werden.

Nach der Einberufung des Feuerwehrhauptmannes Kummer im Jahre 1941 wurden die Geschicke der Feuerwehr bis 1945 durch den bisherigen Stellvertreter Alois Meschnark geführt. 3 Feuerwehrkameraden, nämlich Alfred Knöttner, Hans Miklau, (beide von der Feuerwehrmusik) und Hubert Wohlgemuth kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück.

Am 20.07.1941 musste die Rettungsabteilung von der Feuerwehr an das damalige Deutsche Rote Kreuz übergeben werden und wurde somit als Feuerwehreinrichtung aufgelöst.

Das Jahr 1945 brachte für die Feuerwehr aufgrund abermals geänderter Verhältnisse wieder Umstellungen mit sich: Aus der Feuerlöschpolizei wurde unter englischer Besatzung die „Fire Brigade“. Ferner vermerkt der Chronist, dass in diesem Jahr die gesamten Musikinstrumente gestohlen wurden.

Markus Kummer hat nach Kriegsende wieder die Führung der Feuerwehr Völkermarkt übernommen und wurde Hans Rogy am 01.01.1947 zum Landesfeuerwehrinspektor ernannt.

Am 22.07.1948 wurde von der Feuerwehr Völkermarkt das 1. Tanklöschfahrzeug der Marke Bedford in den Dienst gestellt. Die Feuerwehr verfügte daher zum damaligen Zeitpunkt über ein Tanklöschfahrzeug, ein schweres Löschfahrzeug und ein leichtes Löschfahrzeug mit Anhänger.

Fahrzeug Opel Bezirksfeuerwehrkommandant

 

 

 

 

 

 

 

Die Feuerwehr Völkermarkt im Jahre 1948

Feuerwehrmitglieder 1948

 

 

 

 

 

 

 

Zu dem am 04. und 05.09.1948 durchgeführten Kameradschaftsausflug ist zu vermerken, dass dieser Ausflug erstmals nicht in der näheren Umgebung der Stadt Völkermarkt, sondern auf dem Großglockner führte.

Ein markantes Datum für die Freiwillige Feuerwehr Völkermarkt aber auch für die Stadt Völkermarkt ist der 22.08.1949, nämlich der Baubeginn des neuen Rüsthauses und des Festsaales der Neuen Burg. Laut Chronik wurden unter der Leitung des Stadtfeuerwehrkommandanten Markus Kummer von den Wehrmännern insgesamt 350 m³ Schotter und 150 m³ Bauholz herangeschafft. Selbstverständlich wurden im Zuge des Baues auch weitere Leistungen von den Mitgliedern der Feuerwehr erbracht.

Am 09. und 10.10.1951 konnte schließlich das neue Rüsthaus der Feuerwehr Völkermarkt eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

Im Jahre 1954 wurde eine Alarmglockenanlage für den Stadtbereich zwecks Alarmierung ohne Sirene errichtet, die sich in den folgenden Jahren bestens bewährt hat.

Der tragische Unfalltod des Bezirksfeuerwehrkommandanten Hans Rogy am 01.03.1955 brauchte für die Feuerwehr Völkermarkt insofern eine Änderung mit sich, dass der bisherige Kommandant Markus Kummer zum Bezirksfeuerwehrkommandanten und bei der Feuerwehr Völkermarkt Hans Miklau zum Feuerwehrkommandanten gewählt wurden.

Im Jahre 1958 wurde das Tanklöschfahrzeug Bedford durch ein neues Tanklöschfahrzeug der Marke Borgward sowie das schwere Löschfahrzeug LF 15 Mercedes durch ein neues Löschfahrzeug der Marke Ford FK 1000 mit Vorbaupumpe ersetzt. Das Löschfahrzeug Ford wurde am 12.10.1958 anlässlich des 90-jährigen Feuerwehrjubiläums in den Dienst gestellt und musste bereits in der ersten Nacht, noch geschmückt von der Einweihung, zu einem Brandeinsatz nach Müllnern ausrücken.

Am 15.05.1961 erhielt Alois Meschnark und am 06.01.1962 Markus Kummer und Alois Grasser den Ehrenring der Feuerwache Völkermarkt für 40-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr.

Mit der Übergabe des neuen Schulungs- und Kameradschaftsraumes im Rüsthaus am 01.05.1962 konnten die Voraussetzungen für die Ausbildung der Feuerwehrmänner, aber auch die Möglichkeit zu einem geselligen Beisammensein entsprechend verbessert werden.

Bei der Ausrüstung der Feuerwehr Völkermarkt wurde in den Jahren 1961 und 1962 der technischen Entwicklung insofern Rechnung getragen, dass 2 Pressluftatemschutzgeräte sowie 2 kleine Funkgeräte angeschafft wurden.

Im Juni 1963 wurde auf Initiative des damaligen Bezirksfeuerwehrkommandanten Markus Kummer und unter Mithilfe desselben in der Völkermarkter Stauseebucht der Feuerwehrübungsplatz errichtet, der heute noch für Trainingszwecke und Bezirksleistungsbewerbe Verwendung findet.

Auch die Aufzeichnungen der Chronik berichten weiters, dass am 03.10.1964 einer Gruppe der Feuerwehr Völkermarkt am Bundesfeuerwehrleistungswettbewerb in Wien teilnehmen konnte.

Die Bestrebungen zur Pflege der Kameradschaft brachten es mit sich, dass am 01.02.1965 der Kameradschaftssparverein der Feuerwehr ins Leben gerufen wurde.

Die folgenden Jahre bis 1968 brachten viele Einsätze und geringfügige Ergänzungen der Ausrüstung der Feuerwehr Völkermarkt.

Im Jubiläumsjahr 1968 konnten für die gesamte Mannschaft neue Paradeuniformen angeschafft werden. Anlässlich des 100-jährigen Gründungsfestes am 13. und 14.07.1968 wurde ein neues, sehr modernes Tanklöschfahrzeug 2000 l der Marke Steyr, ausgestattet von der Firma Rosenbauer, geweiht.

TLF 2000 Anschaffung

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Feuerwehr Völkermarkt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums

100 jähriges Jubiläum Feuerwehr Völkermarkt

 

 

 

 

 

 

Konnten mit den von der Feuerwehr anlässlich des 100-jährigen Jubiläums gesammelten Spenden von insgesamt S 21.000,- für die  Feuerwehr neue Uniformen angeschafft werden, so erhielt die Jugendfeuerwehrgruppe der Feuerwehr Völkermarkt von Herrn Werner Schüssler eine komplette Uniform.

Uniform Jugendfeuerwehr

 

 

 

 

 

Im Jahre 1969 war ein weiterer erheblicher Fortschritt auf dem Gebiet der Funkverständigung möglich. Im Rüsthaus Völkermarkt  wurde eine Funkfixstation installiert und auch in den Einsatzfahrzeugen je ein mobiles Funkgerät angebracht.

Aufgrund der stark angestiegenen technischen Einsatzleistungen wurden der Feuerwehr Völkermarkt im Jahre 1970 zwei Greifzüge (3 t) samt Stahlseil sowie ein Porto-Pauer-Gerät zur Bergung von Unfallopfern übergeben. Nachdem am 04.07.1970 noch eine Wettkampfgruppe an den Bundesfeuerwehrmeisterschaften in Wiener Neustadt teilgenommen hat, wurde am 11.07.1970 der 1. Völkermarkter Kirchtag veranstaltet, der daher im Jahre 1994 bereits das 25. Mal stattfindet.

Im Jahre 1970 wurde von der Kameradschaft der Feuerwehr Völkermarkt erstmals eine Fußballmannschaft gegründet, die sich in den darauffolgenden Jahren sowohl im Inland als auch im Ausland als „gefürchteter Gegner“ einen Namen gemacht hat. Doch damit war der sportlichen Aktivitäten noch nicht genug. Am 23.01.1972 wurde das 1. Feuerwehr-Schirennen am Weinberg in Völkermarkt durchgeführt.

Nachdem bereits zum Jahresende 1972 das 1. Kommandofahrzeug für die Feuerwehr Völkermarkt in den Dienst gestellt werden konnte, wurde durch die Anschaffung von 3 Vollschutzanzügen und 3 Pressluftgeräten auch für schwere Einsätze mit Chemikalien Vorsorge getroffen.

Das Jahr 1972 brachte auch die Entwicklung einer langjährigen und bis heute andauernden Freundschaft mit der Betriebsfeuerwehr Carl Zeiss in Oberkochen (BRD) mit sich. Der 1. Besuch der Feuerwehr Völkermarkt in Oberkochen erfolgte im Jahre 1973.

Das Jahr 1973 brachte nicht nur für die Gemeinde durch die Gemeindezusammenlegung, sondern auch für die Feuerwehr durch einen personellen Wechsel Änderungen. Der bisherige Bezirksfeuerwehrkommandant Markus Kummer schied aus Altergründen aus seinem Amt aus. Als sein Nachfolger trat Hans Miklau, der bisher Kommandant der Feuerwehr Völkermarkt war, das Amt des Bezirksfeuerwehrkommandanten an. Dieses Amt übte er auch bis 31.12.1977 aus. Als neuer Kommandant der Feuerwehr Völkermarkt wurde Franz Sornig bestellt.

Am 24.05.1974 wurde das neue Löschfahrzeug LF 1 der Marke Opel-Blitz von der Firma Rosenbauer in Linz abgeholt, dem bald darauf ein Tanklöschfahrzeug TLF 1000 l derselben Marke folgte.

Fuhrpark 1975

 

 

 

 

 

Einem weiteren Höhepunkt des Kameradschaftslebens gab es im Jahr 1975; In der Zeit vom 18. – 20.10.1975 wurde der 1. Kameradschaftsausflug mit dem Flugzeug nach Rom durchgeführt.

In das Jahr 1978 fiel neben der ehrenvollen Berufung des Völkermarkter Kommandanten Franz Sornig zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten und von Ernst Eberle zu dessen Stellvertreter auch das 110-jährige Bestandsjubiläum der Feuerwehr Völkermarkt. Die 110-Jahr-Feier wurde mit einem Tag der offenen Tür und Ausstellungen des österreichischen Bundesheeres und des Roten Kreuzes begangen. Anlässlich dieses Jubiläums konnte auch die neu errichtete Bezirksfunkzentrale ihrer Bestimmungen übergeben werden.

Die erste Anschaffung in Millionenhöhe, der in den kommenden Jahren noch weitere folgen sollten, wurde im Jahre 1979 getätigt. Am 21.04. d.J. wurde das schwere Rüstfahrzeug mit Kran der Marke Steyr mit Anschaffungskosten von S 3,5 Millionen von der Feuerwehr übernommen. Dieses Fahrzeug hat sich bisher bei unzähligen technischen Einsätzen bestens bewährt. Ebenso hat das zum selben Zeitpunkt aus Eigenmitteln der Feuerwehr angeschaffte Atemschutzfahrzeug anlässlich des Phenolunfalles in Mölbling seine sehr gute Einsatztauglichkeit bewiesen.

Am 04.05.1980 wurde die Freude über die Weihe der neuen Fahrzeuge und der Florianiglocke für die Kreuzberglkirche leider sehr getrübt, denn Feuerwehrpfarrer Achatschitsch starb während der Feierstunde an Herzversagen.

Einen kleinen Vorgeschmack auf heutige Verhältnisse erhielten die Männer der Völkermarkter Wehr im Jahre 1980: Wegen einer Verschmutzung des Trinkwassers musste die Ortschaft Haimburg vom 18.11 – 24.11.1980 mit Tanklöschfahrzeugen mehrmals täglich mit Trinkwasser versorgt werden.

Einen Meilenstein in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Völkermarkter Wehr bei Brandbekämpfungseinsätzen war die Anschaffung des auch heute noch größten Tanklöschfahrzeuges 5000 l der Marke Steyr. Dieses Fahrzeug wurde von der Linzer Firma Rosenbauer nach den Wünschen und Bedürfnissen der Feuerwehr Völkermarkt gefertigt. Das TLF 5000 und ein von der Feuerwehr Völkermarkt angeschafftes Kommandofahrzeug der Marke Puch G wurden anlässlich des Kirchtages am 10.07.1983 geweiht.

Fuhrpark 1983

 

 

 

 

 

 

 

Den vermehrt auftretenden Ölunfällen trug man seitens des Landes Kärntens insofern Rechnung, dass man am 17.07.1984 300 m Ölsperren im Anschaffungswert von s 400.000,- übergab.

Am 05.07.1984 wurde einem verdienstvollen Feuerwehrmann eine außergewöhnliche Auszeichnung zuteil: Markus Kummer wurde von der Stadtgemeinde Völkermarkt die Ehrenbürgschaft der Stadt Völkermarkt verliehen. Der Ehrenbürger verstarb am 02.07.1987.

Wurde die stille Alarmierung (ohne Sireneneinsatz bei kleineren Einsätzen) wie bereits erwähnt früher mit Alarmglocken über ein Leitungsnetz bewerkstelligt, so begann ab 1985 das Zeitalter der Alarmierung mit Funkrufempfängern, den sogenannten Piepsern.

Am 05.06.1985 tritt Winfried Kummer die Nachfolge des aus Altersgründen ausscheidenden langjährigen Kommandanten Franz Sornig an. Franz Sornig wird im selben Jahr mit dem Kärntner Verdienstkreuz in Gold ausgezeichnet und nach Gründung des Feuerwehrseniorenclubs zu dessen Obmann gewählt.

Die letzten Jahre ab 1985 bis heute waren gekennzeichnet von der erfolgreichen Bemühung der Feuerwehr Völkermarkt, ihren Ausrüstungsstand, aber auch ihren Ausbildungsstand durch laufende Schulung der Mannschaft landesweit gesehen auf ein bestmögliches Niveau zu bringen.

Im Juli 1989 konnte eine aus Landesmitteln angeschaffte 4,25 Millionen Schilling teure Drehleiter der Marke Magirus-IVECO gemeinsam mit einem Mercedes Mannschaftsbus übernommen werden.

Bereits 3 Jahre später wurde im Juli 1992 durch die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges 4000 l der Marke Mercedes (Kosten S 2,6 Mio) anstelle des auszuschneidenden Tanklöschfahrzeuges 2000 Steyr, eines modernsten Unfallhilfefahrzeuges mit neuartigen hydraulischen Rettungsgeräten, eines Fahrzeuges für Unfälle mit gefährlichen Stoffen sowie eines Einsatzbootes für den Stausee der heutige Ausrüstungsstand des Fuhrparkes erreicht.

Mit dem Umbau und der Neugestaltung des Kameradschaftsraumes erfüllten sich die Mitglieder der Feuerwehr Völkermarkt einen großen Wunsch der letzten Jahre. Der wunderschöne Raum wurde am 24.04.1992 in Betrieb genommen und bot der Kameradschaft der Feuerwehr Völkermarkt bisher oft die Gelegenheit zu einem geselligen Beisammensein nach Übungen und Einsätzen.

Zusätzlich wurden im Jahre 1992 133 Einsatzstunden für die Wasserversorgung der Gemeindebevölkerung aufgewendet. Dabei wurden insgesamt 1,3 Millionen Liter Wasser transportiert. Aufgrund der schon länger dauernden Trockenheit hat sich die Trinkwassersituation im Jahre 1993 noch drastisch verschlimmert, sodass bis August 1993 bereits 1,4 Millionen Liter Trinkwasser zur Versorgung der Bevölkerung zugeführt werden mussten.

Am Ende dieser Festschrift darf namens der Feuerwehr Völkermarkt den Gemeindebürgern und auch der Gemeindevertretung dafür gedankt werden, dass die Anliegen der Freiwilligen Feuerwehr Völkermarkt stets ein offenes Ohr gefunden haben. Es darf versichert werden, dass die Völkermarkter Wehr allzeit bereit sein wird, ihre Ausrüstung, ihr Können und ihr Bemühen zum Schutze der hilfesuchenden Bevölkerung einzusetzen.

Die nachstehenden Bilder zeigen die Feuerwehr Völkermarkt bei verschiedenen Einsätzen bzw. einer Übung mit Magirusleiter

VU LKW mit Käfer VU Bergung mit Kran Einsatzboot Tauchereinsatz Vollschutzanzüge Übung mit Magirusleiter